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Deux instincts sont en moi, Vertige et déraison, J'ai l'effroi du bonheur, Et la soif du poison.
Als ich dieses Thema mit einem Kollegen und Freund besprach, ergriff ich die Gelegenheit, diese Verse zu zitieren. Er rief aus: „Masochismus! Sieh' Dich vor, Amiel war ein schwerer Zwangsneurotiker.“
Amiel war in der Tat ein Zwangsneurotiker. Der würdige Ahne des Masochismus, Sacher-Masoch, war hysterisch. Nacht (Nacht, S., 1938) hat in seiner wichtigen Arbeit zu diesem Thema gezeigt, in welchen Ausmaß der Masochismus in fast jeder Psychopathologie beteiligt ist. Die Letztgeborene, die psychosomatische Medizin, macht davon auch reichlich Gebrauch. Man begegnet dem Masochismus überall. Er durchbricht die definierten klinischen Entitäten, hauptsächlich auf zwei Ebenen. Zuerst horizontal; indem er hysterische, zwanghafte oder andere Erscheinungsbilder überschwemmt, entdecken wir ihn als Hintergrund. Auch in gewisser Weise auf vertikaler Ebene, weil der Masochismus die Pathologie hinter sich läßt, und wesensmäßiger Bestandteil der conditio humana selbst zu sein scheint. (Man könnte sogar sagen: auf drei Ebenen; der Masochismus überlebt während der Behandlung häufig die anderen Symptome, indem er die Zeitlichkeit durchbricht). Bestimmte Autoren wie