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Die in der Überschrift genannten drei Phänomene fallen unter den Begriff äußere und innere Wahrnehmungen. Die folgenden Erläuterungen sollen erhellen, wie ich diese Begriffe verstehe.
Fühlen (nominalisiert Gefühl) sei identisch gesetzt mit Emotion, Affekt und Empfindung. Diese Gleichsetzung darf insofern für legitim erachtet werden, als Empfindung wie Gefühl auf „Gegenstände“ verweisen. Im ersten Fall sind diese gegeben, d. h. es gibt hier eine Affizierung des „äußeren Sinnes“ (I. Kant, 1800, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, BA 46). Im zweiten Fall ist der ‚spezifische‘ Gegenstand oftmals unbekannt. Man sagt, der „innere Sinn“ affiziert das „Gemüt“ resp. „die Seele“ … „das Organ des inneren Sinnes“ (I. Kant, 1800 BA 55), das übrigens in besonderer Weise „Täuschungen“ unterliegen kann, insofern „der Mensch die Erscheinungen desselben … entweder für äußere Erscheinungen, d. i. Einbildung für Empfindungen nimmt, oder gar für Eingebungen hält…“ (I. Kant, 1800 BA 59). Hegel nannte das Gefühl den „Konkretesten aller Sinne“ (Philosophie des Geistes, sämtliche Werke, H. Glockner, Hg., Bd. 10, 133) und betonte - wie I. Kant (Kritik der Urteilskraft, B XLIII, A XLI) - ihre „Realität“. Allerdings heißt es bei ihm auch: „Das Widermenschliche, das Tierische besteht darin, im Gefühle stehen zu bleiben und nur durch dieses sich mitteilen zu können“ (Phänomenologie des Geistes, Sämtl. Werke, I. Kant, 1800, Bd. 2, 63).
Sicher aber ist, daß die primäre Verständigung - etwa zwischen Säugling und Mutter - ganz wesentlich über Gefühle erfolgt und daß, wer „einer noch unbekannten Sache gegenüber tritt, zum fühlenden Wesen, wie das Kind“ wird (W. Schadewaldt, 1978 170). Übrigens schrieb S. Ferenczi (9.4.31): „Das einzige Reale ist Emotion.“ Er verstand sie als
„rücksichtsloses Agieren“, als „Äquivalent einer Geisteskrankheit“ (1978 170). Und Freud hebt hervor, daß „… Gefühle … unser Seelenleben gebieterischer beeinflussen als die äußeren Wahrnehmungen“ (1938, 83, 84).
Denken (noësis,