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πολλὰ τὰ δεινὰ, ϰοὺδὲν ὰνϱώπου δεινότεώον πέλει. „Vieles ist ungeheuer, doch ungeheu'rer nichts als der Mensch“. Er lebt, ein Teil der Natur. Er strebt über sie hinaus und weitet doch nur ihre Grenzen aus. Er stellt sich ihr gegenüber und dringt in sie ein, sie zu erforschen und zu beherrschen. Und schließlich tritt er sich selbst gegenüber, seine größte Herausforderung: seine gewaltigste Aufgabe, sich selbst zu ergründen, sein schwerster Kampf, die eigene Natur zu bezwingen.
Die Großen der Menschheit, diejenigen, die ihr Maß und ihre Ordnung überschreiten, sie sind es, die das Getriebe unserer Welt nach vorwärts treiben: die Pioniere, die Helden, Genies und Seher. Sigmund Freud ist einer von diesen Umwälzenden, ein Mann, einzig in seiner Größe, der sich selbst bezwang, um des Menschen tiefste, dunkelste Sphäre mit des Geistes Klarheit zu erhellen, ein Lehrer der Menschheit und der Menschlichkeit.
Freud ist der Schöpfer der Psychoanalyse, der Wissenschaft von der Seele. Er schuf eine neue Forschungsmethode, die freie Assoziation. Er entdeckte mit ihr ein verborgenes Reich, das unbewußte Seelenleben. Er erschloß in seinem triebhaften Wirken die Urquellen des Lebens, in seinem chaotischen Walten die Gesetzmäßigkeiten organischen Daseins. Er errichtete, ein königlicher Architekt, das Gebäude einer weiten, umfassenden Psychologie. Er fügte der wissenschaftlichen Erfassung der Welt das fehlende Glied hinzu. Wann und wo immer der Mensch ist, sein Dasein vollzieht, lebt und erlebt, wirkt und erleidet, einzeln oder in Gemeinschaft, muß die Psychologie neben Physik und Biologie treten, um uns