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Seit einigen Jahren zeugen die Kongresse der IPA von einem berechtigten Anliegen. Angesichts der Multiplizität der theoretischen Systeme, die Freuds Nachkommen hervorgebracht haben und bei denen die unterschiedlichsten Vorstellungen wie z. B. die von Melanie Klein, W. R. Bion, D. W. Winnicott, H. Hartmann, H. Kohut und J. Lacan - um nur diese wenigen zu nennen - nebeneinander stehen, versucht man nun, jenseits alles Trennenden herauszufinden, was die Psychoanalytiker verbinden könnte. Um sich darüberhinaus nicht immer nur auf dem Feld intellektueller Spekulation zu bewegen, hat man versucht, die Unterschiede in der Art, wie die Behandlung selbst erlebt und verstanden wird, in den Blick zu bekommen. So etwa das International Journal of Psychoanalysis von 1991: 15 clinical accounts of psychoanalysis (72, Part 3). Die Lektüre dieses Bandes zeigt, daß die 15 Autoren, die sich zur Diskussion stellen, tatsächlich eine große Unterschiedlichkeit widerspiegeln und zwar nicht nur in ihren theoretischen Positionen, sondern gerade auch in der Art und Weise, wie sie das Material einer Sitzung verstehen, in der Auswahl, die sie als Grundlage für ihre Deutungen treffen, und in der Formulierung ihrer Deutungen.
Die für diesen Kongreß ausgewählten Beiträge von Theodore Jacobs, Madeleine Baranger und Dennis Duncan stürzen heute, 2 Jahre später, ihre Leser noch immer in dieselbe Verwirrung, so sehr weichen sie voneinander ab. Ich erwähne dies, bevor ich mit der Diskussion von Theodore Jacobs Falllvorstellung beginne, nur, um meine Beobachtungen zu relativieren und um gleichzeitig deutlich zu machen, daß mein Gesichtspunkt