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Was Wallerstein (1989) als „unseren theoretischen Pluralismus“ bezeichnete, rückt bei Analytikern zunehmend in den Vordergrund des Bewußtseins. Diese Situation enthält eine Quelle von Schwierigkeiten, aber auch ein befruchtendes Potential. Da die Psychoanalyse nach und nach zu einer Disziplin mit einer Anzahl vielfältiger Paradigmen wird, sollte sich unser Ziel nicht auf das Verständnis interindividueller Variationen im Zuhören und in Interpretationsmustern beschränken, sondern wir sollten vielmehr analysieren, was wir aus unseren Unterschieden lernen können. Es wird daher notwendig zu untersuchen, wie verschiedene Theorien im Geist des Analytikers nebeneinander existieren, in welchem Maße sie sein Zuhören beeinflussen und was sie in seiner Beziehung mit dem Patienten bewirken. Dazu ist es nötig, das Bewußtsein für die Rolle der Annahmen, die jeder Analytiker in seine Arbeit einbringt, zu steigern, was uns vor die Herausforderung stellt, dieses scheinbare Hindernis in ein Werkzeug zur Förderung weiterer Einblicke umzuwandeln.
Das klinische Material, das wir gehört haben, bietet eine stimulierende Gelegenheit, diese Sachverhalte zu diskutieren. Duncan stellt zu Recht fest, daß es nicht ausreicht, Theorien in ihrer abstrakten Formulierung zu erwägen, sondern daß es vielmehr wesentlich ist, die besondere Art, in der sie in der Psyche des Analytikers zur Geltung kommen, in Augenschein zu nehmen.
Sein Beitrag beginnt mit dem Bericht über eine Sitzung, bei der der Analytiker das Gefühl hatte, daß seine Patientin, Frau Brown, ihm keinen Raum zur Intervention läßt; er überlegt, wie diese Haltung aus der Sicht verschiedener psychoanalytischer Theorien (S. Freud, M. Klein, H. Kohut, u.a.) gedeutet werden würde. Duncan stellt fest, daß M. Kleins