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Als ich Herrn A. zum erstenmal traf, war er ängstlich und deprimiert - ein schmerzlicher Zustand, den er über lange Strecken seines Lebens erlebt hatte. Er schlief oft schlecht, und wenn er morgens zu früh aufwachte und an die Forderungen dachte, die der bevorstehende Tag an ihn stellen würde, wollte er nicht mehr weiterleben. Obwohl er hoch intelligent war, mußte er seine beruflichen und geselligen Aktivitäten einschränken, um seine Ängstlichkeit im Zaum zu halten. Herr A. war ein großer, schlanker, blonder Mann von angenehmem Äußeren, er war verheiratet und selbständiger Unternehmer. Reste von alten, noch schwelenden Konflikten führten zu periodischen Streitereien mit seiner Frau und dämpften zeitweise sein sexuelles Interesse, aber er hatte das Gefühl, die Ehe sei im Grunde stabil.
Ein Hauptmerkmal der Charakterentwicklung dieses Patienten war eine noch vorhandene ambivalente Bindung an seine ziemlich ängstliche Mutter, die sowohl verführerisch wie auch auf versteckte Weise abweisend gewesen war. Seine Abhängigkeit wurde durch ein lebenslanges Gefühl der Entfremdung vom Vater noch verstärkt. Der Vater diente beim Militär während des ersten Lebensjahres des Patienten, und nach seiner Rückkehr nahm er die Arbeit an einer Universität wieder auf, wo er sich in seine wissenschaftliche Forschung vertiefte. Das Gefühl des Sohnes, sein Vater sei weiterhin abwesend und nicht ansprechbar, festigte sich.
In den analytischen Stunden standen die Assoziationen des Herrn A. ganz im Einklang mit der Geschichte der Mutterbindung, die er mitgeteilt