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Die neue Ausgabe des Bulletins der IPV zeichnet sich durch eine Reihe besonderer Merkmale aus. Der 38. Internationale Kongreß wurde in der herrlichen Stadt Amsterdam mit ihren Grachten, ihrer bezaubernden eigenwilligen Architektur voller Lokalkolorit veranstaltet und profitierte von der Herzlichkeit ihrer Bewohner. Aufgrund des demokratischen Geistes des Landes und seiner Bevölkerung sind die menschlichen Beziehungen hier von Achtung und Würde geprägt. Der holländische Charakter, den uns Paul Citroen in seiner Einführung so unermüdlich und humorvoll schilderte, ermöglichte einen intensiven Kontakt während des Kongresses, wie er auf internationalen Veranstaltungen nicht immer gegeben ist. Henk Jan Dalewijk, Han Groen-Prakken und Nikolaas Treurniet standen uns als Begleiter und Ratgeber stets zur Seite. Henk ist ein großartiger Präsident, der wie andere Persönlichkeiten seiner Generation zweifellos die Zukunft der IPV repräsentiert.
Die Nederlandse Vereinigung voor Psychoanalyse wurde 1917 gegründet, als die IPV noch aus sieben Zweiggesellschaften bestand. Unter den Pionieren der Holländischen Vereinigung gab es meiner Ansicht nach zwei Persönlichkeiten von herausragender Bedeutung: August Stärcke und J. H. W. van Ophuijsen. Obwohl Stärcke seine Tätigkeit als praktizierender Analytiker nie aufgab, war er ein einsames Genie, das außergewöhnliche Beiträge zur Entomologie und Soziologie sowie zur Psychoanalyse lieferte. Mit außerordentlich klarer Vision entdeckte er die Vorläufer der Kastration und konstruierte, in Freuds Fußstapfen tretend, eine Theorie der Paranoia, die die Bedeutung des Abfuhrschlauchs (des Scybalum) und die Umkehr des libidinösen Vorzeichens bei Verfolgungsideen betonte. Ebenfalls in die 20er Jahre fielen van Ophuijsens Beiträge zur Theorie der Paranoia mit ähnlichen Vorstellungen zum Scybalum als persekutorischem Penis wie die Stärckes. Wie wir wissen, griff Abraham nach anfänglichem Zögern den Gedanken der Niederländischen Schule in seiner berühmten