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Seit dem IPV-Kongreß Sommer 1991 in Buenos Aires konnte das Sigmund Freud-Archiv erfreulicherweise mehrere Entwicklungen feststellen. Einige erst kürzlich freigegebene Freud-Korrespondenzen werden für die Veröffentlichung vorbereitet. Dazu gehören die Freud/Anna-Freud-Briefe, die Freud/Minna-Bernays-Briefe sowie sämtliche Freud/Abraham-Briefe. Mehrere Verleger erwägen die Publikation weiterer Freud-Korrespondenzen. Die kürzlich freigegebenen Freud/Joan-Riviere-B riefe wurden in The International Review of Psychoanalysis mit entsprechenden historischen Anmerkungen publiziert. Dem Archiv wurde ein bewegendes Dokument zugeführt, das über bisher unbekannte Einzelheiten aus dem Leben und Tod Eva Freuds, einer Enkelin Sigmund Freuds und der einzigen Tochter seines Sohnes Oliver, berichtet. Sie starb im Zweiten Weltkrieg im Holocaust, als sie sich vor den Nazis in Nizza, Frankreich, versteckte.
Das Sigmund-Freud-Archiv veranstaltete zusammen mit der Library of Congress in der Bibliothek einen „Freud-Tag“. Den Besuchern wurde eine Auswahl von Freud-Memorabilien und Briefen aus Freuds Leben gezeigt. Den ganzen Tag liefen Freud-Filme, die aus einer Reihe privater Filmaufnahmen der Freud-Sammlung ausgewählt worden waren. Auf Wunsch des Sigmund-Freud-Archivs bereitete die Kongreßbibliothek zwei Freud-Filme vor, die dem Freud-Museum in London gestiftet wurden. Außerdem fand nach der Filmvorführung in der Library of Congress ein Workshop über Freud und die frühen Pioniere der Psychoanalyse statt. Bleibt zu hoffen, daß diese Freud-Ausstellung und Vorführung in der Library of Congress den Auftakt zu einer größeren Freud-Ausstellung vor der Jahrhundertwende in der Bibliothek darstellt.
Über die Aktivitäten und Entwicklungen des Freud-Museums wird in einem anderen Bericht Rechenschaft abgelegt. Für den Moment sei gesagt, daß das Sigmund-Freud-Archiv mit der Library of Congress Absprachen getroffen hat, wonach Originalseiten aus Freuds Tagebuch für die Ausstellung des Museums, die anläß