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‚Determinatio est negatio’. Das heißt, wir sagen, wir müssen sagen, um ‚a’ zu bestimmen, ‚a’ ist nicht ‚b’, nicht ‚c’ usw., aber ebenfalls ‚b’ ist nicht ‚a’, nicht ‚c’ usw. Bezüglich „der Explikation einer Bedeutung eines Wortes“ gilt also, „was in dieser Bedeutung nicht negiert ist“ (J. Simon 1978, 38). Oder anders formuliert: „Eine Bedeutung ist dadurch bestimmt, daß sie die Negation anderer Bedeutung ist“. Es ist wichtig zu realisieren, daß „Bedeutung … nicht durch einen ‚Gegenstand’ bestimmt (ist), auf den sie sich bezieht, sondern durch andere Bedeutung.“ (1978, 40). Den Bezug zur „Wirklichkeit“, die Referenz eines Zeichens (eines Wortes, eines Begriffes, W. L.) auf die Wirklichkeit ist (dann) immer die zur Zeit gelungene, die zu Ende gekommene Interpretation“. Dabei ist das Kriterium für ‚zu Ende gekommen’ in dem Moment gegeben, in dem um des Lebens willen gehandelt wird. Für uns gilt dann: „Sie ist wahr“ (das ‚ist so’) und kann deshalb auch nur mit diesem Zeichen, Wort ausgedrückt werden (Simon 1989, 60). Das Begreifen dieses „Überganges von einer Position zu deren Negation“, der hier zu vollziehen ist, muß als ein „Können unterstellt werden“, und die gesetzte „Wahrheit“ ist als das uns alle „grundlegend Verbindende“ zu betrachten (Simon 1978, 144 f.).
Anmerkung der Redaktion
Voller Trauer gibt die Redaktion bekannt, daß Wolfgang Loch unerwartet am 7. Februar 1995 verstorben ist. Das Jahrbuch der Psychoanalyse veröffentlicht posthum die Arbeit, deren Fahnenabzug er noch korrigieren konnte, und mit der er sein Lebenswerk bewußt abgeschlossen hat. Ein Nachruf erscheint im nächsten Band.
F.-W. Eickhoff 103
Im Hinblick auf unser Thema zeigen diese Erläuterungen, daß psychische Realität ihre Bestimmung erhält, indem materielle Realität verneint wird und umgekehrt.
Wir können nun zur weiteren Verdeutlichung einer solchen ‚ersten’ Bestimmung weiter Differenzierungen vornehmen. Z. B. materielle Realität ist konkret, psychische Realität ist abstrakt. Konkret heißt sinnl