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„Aber was so unverstanden geblieben ist, das kommt wieder; es ruht nicht, wie ein unerlöster Geist, bis es zur Lösung und Erlösung gekommen ist.“
Analyse der Phobie eines 5jährigen Knaben
Das Phänomen der negativen therapeutischen Reaktion hat der Kraft der psychoanalytischen Therapie, dem Menschen verborgene Konflikte zugänglich zu machen, empfindlich Grenzen gesetzt. In „Das Ich und das Es“ schreibt Freud (1923, 279) in einer Fußnote zum Problem der negativen therapeutischen Reaktion und des unbewußten Schuldgefühls: „Der Kampf gegen das Hindernis des unbewußten Schuldgefühles wird dem Analytiker nicht leicht gemacht. Man kann direkt nichts dagegen tun …“ Cournut (1988) hat in einer glänzenden Analyse dieser Fußnote auf die Möglichkeit der Entlehnung des Schuldgefühls, die Freud hier einführt, aufmerksam gemacht. Freud schreibt: „Eine besondere Chance der Beeinflussung gewinnt man, wenn dies ubw Schuldgefühl ein entlehntes ist, d. h. das Ergebnis der Identifizierung mit einer anderen Person, die einmal Objekt einer erotischen Besetzung gewesen war. Eine solche Übernahme des Schuldgefühles ist oft der einzige, schwerkenntliche Rest der aufgegebenen Liebesbeziehung.“ (1988) Was da entlehnt, in sich aufgenommen wird, und zwar vom Objekt, vom anderen, ist das Fremde. Eine Patientin Ferenczis (1985, 91), S. I., „fühlt gelegentlich, besonders wenn sie aggressiv,