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„Jetzt erst erfasse ich, daß er mich für seinen Kampf rekrutieren will. Ich versuche, ihm zu erklären, daß die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit die Sache der Deutschen alleinist.“
„Das Vergessen des Bösen ist die Aufforderung zu seiner Wiederholung.“
„Und die Wahrheit ist, daß man um jeden Preis leben möchte, man zu leben wünscht, weil man lebt, weil die ganze Welt lebt.“
Der Text gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil erläutere ich meine Thesen zum Titel des Textes. Eindrücke aus den Gedenkstätten in Auschwitz sollen diese Thesen im zweiten Teil vergegenwärtigen. Der dritte Teil stellt Fragen an Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen in Deutschland vor dem Hintergrund der drei möglichen Grundhaltungen gegenüber dem NS aus psychoanalytischer Sicht: Verdrängen-Spalten, Agieren-Wiederholen und Erinnern-Sublimieren (Bergmann 1985).
Meine Thesen über den Nazismus gehen von der psychoanalytischen Theorie des Konfliktes von “child saving and child killing” (Kestenberg & Kestenberg 1987, Kestenberg et al. 1988) aus. Darüberhinaus beruht meine Arbeit auf klinischen, kultur- und selbstanalytischen Erfahrungen (Eifermann, 1987a und b) unter Berücksichtigung ethischer Grundfragen nach Auschwitz (Keilson 1959, Adorno 1971, Schulz 1989, Bernauer 1989).