You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Niederschrift dieses Aufsatzes wurde angeregt durch die kürzliche Veröffentlichung eines Vortrags von Otto Isakower (aus den Jahren und ) über das „analysierende Instrument“ (Isakower 1992). Isakower tritt darin einer Tendenz entgegen, die Theorie der klinischen Beobachtung überzustülpen. Nach der Teilnahme an einer Diskussion seines Textes (Grossman 1992b, vgl. Spencer et al. 1992) ergaben sich weitere Überlegungen zur Rolle theoretischer Konzepte in der klinischen Arbeit.
Wir benutzen die theoretische Formulierung klinischer Beobachtungen einerseits als Hilfe bei der Beobachtung und andererseits zur Mitteilung von Beobachtungen an unsere Kollegen. Ferner helfen uns theoretische Konzepte zu entscheiden, wie wir unser Verständnis des in der klinischen Situation Beobachteten verwenden und gegebenenfalls den Patienten nahebringen sollen. Über diese Arten des Theoriegebrauchs hinaus erfüllen Theorien bei jedem Analytiker wichtige unbewußte Funktionen; man kann von ihren psychischen Schicksalen reden.