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Fortschritte in bestimmten Bereichen psychoanalytischen Wissens sind gewöhnlich verbunden mit der Vernachlässigung anderer, die zwangsläufig in den Hintergrund gedrängt werden. So ist es nicht überraschend, daß die erhöhte Aufmerksamkeit für die psychische Realität und für die Rolle, die unbewußte Phantasien bei der Strukturierung der Welt eines Menschen spielen, zu der Annahme geführt hat, der Einfluß der äußeren Realität auf das Seelenleben sei vertrautes Gelände. Tatsächlich bestehen in der psychoanalytischen Literatur weitreichende Differenzen in bezug auf dieses Thema, das gemeinhin behandelt wird, als sei es genügend sondiert und bewältigt.
Im folgenden beschäftige ich mich mit jener schwer faßbaren, aber je nachdem beruhigenden oder verstörenden Dimension des Erlebens, die bestätigt, daß etwas draußen existiert und nicht eingebildet ist. Ihre Bedeutung wird durch die Tatsache beleuchtet, daß wir, auch wenn wir uns noch so aufgeklärt geben und uns versichern, daß die psychische Realität genauso real sei, intuitiv das für Realität halten, was „wirklich“ außerhalb der Psyche existiert, unabhängig von seinem Wahrgenommenwerden. Dieses Für-real-Halten, so wichtig es ist, wurde in der Forschung vernachlässigt und verlangt neue Beachtung, Daher will ich untersuchen, welche Rolle diese „Realität“ in der Ökonomie des Seelenlebens spielt. Es geht mir nicht darum, wie die Welt psychisch konstituiert wird, sondern darum, wie das Vorhandensein der Außenwelt und ihre Wahrnehmung