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Es soll untersucht werden, wie Patienten erste Einsicht in eine bestimmte Abwehrform erlangen, die darin besteht, eigene psychische Realität, die eigene innere Welt nicht wahrzunehmen. Meine These ist, daß eine vom Patienten verspürte „Unredlichkeit“ ein erstes Erahnen einer inneren Abschirmung sein kann, ein Hinweis auf (bei allem Schutz) entwicklungshemmende Phantasien. Über dieses Gefühl der Unredlichkeit kann er einen ersten Zugang dazu finden, wie er bisher etwas als psychische Realität ausgegeben hatte, was eigentlich einen Zufluchtsort darstellte, der durch „Produktionen von Unwirklichkeiten“ geprägt war. Dieser Weg des Erkennens eigenen psychischen Funktionierens enthält allerdings die implizite Tendenz, rasch wieder in einer moralisierenden Abwehr zu enden.
Mit dem Begriff der pathologischen Organisation wird von Kleinianischer Seite versucht, gewisse schwere Persönlichkeitsstörungen zu konzeptualisieren. Es bildet sich eine komplexe Abwehrstruktur aus, die sowohl Schutz vor einer paranoiden Desintegration bietet als auch Zuflucht vor dem Schuld- und Verantwortungsgefühl der depressiven Position bedeutet. Sie ist damit sowohl Abwehr wie auch Ausdruck von Destruktivität. Es besteht eine Verbindung zu einem primitiven, strengen, verfolgenden Über-Ich, vor dem die Organisation einerseits schützt, das sich aber gleichzeitig in der Bedeutungsentleerung vieler Erfahrungen niederschlägt.
Eine Schwierigkeit in der analytischen Behandlung von Patienten mit einer pathologischen Abwehrorganisation ist in ihrer weitgehenden Ich-Syntonizität