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„Für sehr gesichert halten wir aber unser Wissen um die Affekte auch nicht; es ist ein erster Versuch, sich auf diesem dunklen Gebiet zu orientieren” (Freud 1916-1917, 411)
„Durch Zurückführen der Analyse bis auf die früheste Kindheit geben wir dem Patienten die Möglichkeit, grundlegende Situationen wiederzuerleben, ein Wiedererleben, das ich oft als „Erinnerung in Gefühlen” bezeichnet habe” (Klein 1957/1983, 241)
“Feelings are the few things which analysts have the luxury of being able to regard as facts” (, zit. nach Limentani 1977)
Einer der verwunderlichen Widersprüche in der Geschichte unseres Faches besteht m. E. darin, wie das Thema der Affekte behandelt wurde: Obwohl sie von Anfang an im Zentrum des psychoanalytischen Untersuchungs- und Behandlungsfeldes standen - man denke z. B. an die Bedeutung, welche Freud dem „eingeklemmten Affekt” in den „Studien über Hysterie” (Freud 1895d) beimißt - blieb ihr weiteres Schicksal äußerst verwirrend und dunkel. Der dunkelste Aspekt dabei war, daß sie in der psychoanalytischen Theorie lange Zeit überhaupt keine Rolle zu spielen schienen. Wegen dieser Vernachlässigung, um nicht zu sagen Verwahrlosung, belegte Rangell die Stellung der Affekte in der Psychoanalyse kurzerhand mit: “The Forgotten Man”. So verwundert es kaum, daß sich Rapaports Klage: „Wir besitzen keine systematische Ausarbeitung einer psychoanalytischen Theorie der Affekte” (Rapaport 1953, 177; Übers. J.-P.H.), in immer neuen Variationen wie ein roter Faden durch fast alle Abhandlungen über dieses Thema zieht (vgl. Jones 1995, XX; ; Knapp 1987).