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Während der letzten Jahrzehnte haben sich viele Autoren bemüht, die innerpsychischen Prozesse von Borderlinepatienten zu beschreiben. Es gibt zahlreiche Versuche, Symptomatologie, Ätiologie und insbesondere die Abwehr zu untersuchen, und gerade in bezug auf diese speziellen Patienten, die sich in einer relativ stabilen Instabilität zwischen Neurose und Psychose befinden, haben heftige Debatten über technische Fragen psychoanalytischer Behandlungen stattgefunden. Unterdessen hat eine Anzahl Psychoanalytiker vor allem in England versucht, diese spezielle Gruppe von Patienten im Rahmen der Objektbeziehungstheorie zu verstehen.
Freud (1917e) zeigt in „Trauer und Melancholie“ die Idee eines inneren Objektes in der inneren Welt des Patienten auf. Melanie Klein (1952) hat diese Vorstellung weiterentwickelt und die Konzepte der paranoid-schizoiden Position (PSP) und der depressiven Position (DP) etabliert. In der PSP wird das unreife Ich von Ängsten primitiver Natur, einschließlich paranoider Ängste, bedroht, was zur Mobilisierung primitiver Abwehrprozesse wie Spaltung, Idealisierung, projektiver und introjektiver Identifizierung führt. Das Objekt ist aufgespalten in einen idealisierten guten und einen persekutorischen, schlechten Teil. Die eigenen Impulse des Individuums sind ähnlich gespalten, und es richtet alle seine Liebe auf die guten Objekte und den ganzen Haß auf die schlechten. Das Denken ist konkret wegen der Konfusion zwischen Selbst und Objekt. Wenn Individuen die depressive Position erreichen, werden ganze Objekte erkannt und ambivalente Impulse auf sie gerichtet. Destruktive Impulse, das Gefühl des Verlustes und Schuldgefühle können durchgearbeitet werden