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„Durch den künstlerischen Ausdruck können wir hoffen, in Berührung mit unseren primitiven Selbst anteilen zu bleiben, von denen sich die heftigsten Gefühlsregungen und schrecklich akuten Empfin dungen herleiten, und wir sind in der Tat arm, wenn wir nur gesund sind.“
Am Ende dieses Jahrhunderts als Überlebende des gewaltigsten Kataklysmos aller Menschlichkeit durch eine 12jährige Schreckensherrschaft, die von diesem Land ausging, und Auge in Auge mit den elenden Greueltaten jedes neuen Tages, aber auch in Faszination vor der Entdeckerfähigkeit des Menschen, die uns mit den unaufhaltsamen Fortschritten der Naturwissenschaften wahre Wunder möglich macht - vergessen wir oder neigen wir geringzuschätzen, daß die europäische Kultur in dieser Zeit zwei mächtige und zukunftsweisende Bewegungen auf einem völlig anderen Gebiet hervorgebracht hat. Ich meine die moderne Kunst und die Psychoanalyse.
Beide Bewegungen haben durch ihre Existenz das Leben auf der Welt grundsätzlich verändert und stellen das Emporkommen einer neuen Geisteshaltung dar, die Welt zu sehen, zu erfassen und zu begreifen. Dabei ist wichtig festzuhalten, worauf ich später zurückkommen werde, daß beide in keiner Hinsicht als neue Visionen oder neue Ideale aufgetreten sind und sich immer gewehrt haben, eine solche Rolle zu übernehmen; was nicht