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„The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ - 1885 entstanden und im Januar 1886 veröffentlicht - ist den meisten nicht als ein Stück Literatur, sondern als Film bekannt. Die Doppelfigur des unglücklichen Helden hat nacheinander die Züge von Frederic March, Spencer Tracy und Jean-Louis Barrault angenommen - um nur die wichtigsten dieser Film-Inkarnationen zu nennen. Vergleichbar den vielen Dracula-Verfilmungen, hat die Geschichte im Zuge dieser Bearbeitungen weitere phantastische Züge dazugewonnen, aber ein gewichtiger Unterschied ist vorhanden: während man Bram Stokers „Dracula“ kaum zu den Meisterwerken der Literatur zählen wird, ist es bei Robert Louis Stevensons Erzählung anders. Sie behauptet diesen Rang jedoch nicht unangefochten. In einem 1925 erschienenen Essay “Anonymity: An Enquiry” führt der Romancier E.M. Forster aus, wahre Dichtung sei auch dann anonym, wenn die Person des Dichters wohlbekannt sei: nicht die empirische Person, der über die Person hinausreichende Dichter habe das Wort. Stevenson hingegen - so Forster - schreibe mit seiner Fassadenpersönlichkeit, ließe seinen Eimer nie bis ins Unterirdische oder Unterweltliche hinunter (1972, 83). Dieses Urteil ist mit Sicherheit unzutreffend, es weist jedoch auf einen innerhalb der Literatur herrschenden Konflikt hin, der sich in diesem Fall - zufällig fast - zwischen R. L. Stevenson und E. M. Forster entzündet.