You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Max Eitingon, „unter den Führungsfiguren der frühen Psychoanalyse […] der unbekannteste“1, ist 1881 in Mohilew, Rußland, geboren.2 Die Familie zog nach Buczacz, Galizien, um und lebte ab 1893 in Leipzig. Max studierte in Leipzig, Halle und Marburg an der philosophischen Fakultät und ab 1902 Medizin in Heidelberg, Marburg und Zürich. Am Burghölzli bei Bleuler, Jung und Abraham kam er 1905 mit der Psychoanalyse in Kontakt und begeisterte sich für sie. 1907 besuchte er Freud für zwei Wochen in Wien. Im September 1909 promovierte er mit einer Studie „über die Wirkung des Anfalls auf die Assoziationen der Epileptischen“ zum Dr. med.3 Dann reiste er wieder zu Freud, um sich weiter in der Psychoanalyse auszubilden. Bei abendlichen Spaziergängen zweimal in der Woche gab es analytische Gespräche, die sogenannte „erste Lehranalyse“4. Um den 13. November verließ er Wien, um in Berlin seine Spezialausbildung fortzusetzen.5
Aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gibt es nur wenige kurze Veröffentlichungen Eitingons, die sich Themen aus Philosophie und Literatur widmen.6 Klinisches Material ist bisher von ihm aus jener Zeit nicht bekannt. Seine Haltung zur Theorie und Technik der Psychoanalyse