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„Glauben Sie mir … ich bleibe meinen Instinkten treu.“
Wenn von der Gegenübertragung die Rede ist, beginnt man häufig damit, sie im Hinblick auf die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs zu situieren. Bald hält man sich an die enge Definition, die lediglich die unbewußten, meist pejorativ gefärbten Reaktionen auf die Übertragung des Analysanden betrifft; bald übernimmt man eine extensive Definition, die alles einschließt, was von der Person des Analytikers während der Kur zum Zuge kommt und hier sogar eine instrumentelle Rolle spielen kann. Michel Neyraut hat bekanntlich die Grenzen dieser Definition noch mehr erweitert, indem er behauptet, daß die Gegenübertragung, insofern sie das psychoanalytische Denken sowie einen impliziten Anspruch des Analytikers umfasse, der Übertragung sogar vorausgehe (Neyraut 1976). Vielleicht besteht kein Anlaß, sich für die eine oder andere Definition zu entscheiden — was immer von den Umständen abhängt -, auch wenn es ratsam ist, auf dem Feld der Praxis die erste Definition zu beherzigen, während die zweite sich eher für eine spekulative Arbeit eignet. Für die Gedanken, die ich hier darlegen möchte, ist die zweite Bedeutung die passendste, wie man es, so hoffe ich, meinen Ausführungen entnehmen wird.
Schon seit langem beeindruckt mich ein ganz besonderes Phänomen, das sicherlich jedem Praktizierenden schon einmal begegnet ist und das im Geist des Analytikers im Laufe seiner Arbeit auftritt. Während er seinem Patienten mit der gebotenen Aufmerksamkeit zuhört, nimmt er in sich