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Unsere Arbeit über die Psychosomatik der Unfruchtbarkeit begann als ein Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahre 1978, also vor bald 20 Jahren, an der Universität Gießen und später in Ulm unter der Leitung von Samir Stephanos. In der gynäkologischen Sterilitätssprechstunde war uns damals eine Gruppe von Patientinnen mit hoch pathogenen Objektbeziehungen, ausgeprägter Depressivität, einem hohen Erregungsniveau und intensiven, aber verleugneten Lebensängsten aufgefallen, die an einer Hyperprolaktinämie litten. Analytisch-psychosomatische Interviews mit diesen Frauen gaben uns Einblick in deren dramatische Lebensgeschichten mit gravierenden frühen Deprivationserlebnissen und oft kumulativen Traumatisierungen. Unsere psychosomatische Hypothese lautete, daß diese Frauen aufgrund ihrer schwerwiegenden Entwicklungshemmung in der Aktualität des Traumas verharren und keine reife neurotische Struktur aufbauen konnten. Aufgrund ihrer primitiven, auf Anpassungsmechanismen basierten Abwehr werden Belastungen, wie z. B. eine Schwangerschaft, rasch zu Überforderungen, und die unverarbeiteten Spannungen werden auf der körperlichen Ebene ausgelebt. Aus diesen Beobachtungen erwuchs mein Interesse, eine psychoanalytische Forschung anzuschließen. Sinn und Bedeutung des unerfüllten Kinderwunsches in der Lebensgeschichte einer Frau, die tiefe Kluft zwischen ihrem Verlangen und der Nichterfüllung ihres Begehrens sowie die Erforschung