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Ich frage mich, ob Sie nicht auch einen geheimen Grund haben, mir diese Traumanalyse mitzuteilen, und glaube ihn wirklich gefunden zu haben. Der Traum muß auch eine Beziehung zu mir haben.
Freud an Ferenczi, 10. Jänner ; Brabant et al. 1993a, 195
„Am Tage nach dem Tode seines abgöttisch geliebten Vaters … konnte er der Versuchung nicht widerstehen, ein kleines Fläschchen Äther, das als Medikament zur Belebung des sterbenden Vaters benützt wurde, sich anzueignen, sich damit an einem abgelegenen Ort einzusperren, den Äther anzuzünden, wodurch er leicht eine Feuersbrunst hätte verursachen können. Er war sich des Blasphemischen und Unerlaubten seines Tuns vollkommen bewusst. Er erinnert sich noch des beinahe hörbaren Herzklopfens, das ihm die schauerliche Tat verursachte. Die Reaktion darauf war Zerknirschung und das Gelöbnis, das Andenken des Vaters dadurch zu wahren, dass er jeden Tag zeit seines Lebens mindestens einmal an ihn denken müsse” (Ferenczi 1928, 419-4201).
Mit diesen Worten beschrieb Ferenczi ein Fragment der Lehranalyse eines anonymen Herrn Dr. X, der für seinen „besonders untadelhaften Charakter” bekannt war und für den diese „Reproduktion” „erschütternd” wirkte (Ferenczi 1928, 419-420). Tatsächlich ist dies aber ein direkter Bericht - wie es scheint, der einzig erhaltene - seiner eigenen Analyse bei Freud: