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Der Tod Dr. K. R. Eisslers konfrontiert das Jahrbuch der Psychoanalyse mit einem überaus schmerzlichen Verlust. Es war eine glückliche Entscheidung des damaligen Herausgebers, Gerhart Scheunen, Dr. Eissler um seine Mitwirkung bei der Gestaltung des Jahrbuchs zu bitten. Für das Ergebnis können Herausgeber und Leser gar nicht dankbar genug sein: zwischen und wurde Dr. Eissler, was den Umfang seiner im Jahrbuch bzw. dem Beiheft 2 und 7 veröffentlichten zwölf Titel betrifft, zum produktivsten Autor überhaupt. Es scheint ein imperatives Motiv gegeben zu haben, für die tiefe Verpflichtung gegenüber Sigmund Freud und der intellektuellen Geschichte der Psychoanalyse eine im deutschen Sprachraum historisch orientierte Publikationsmöglichkeit zu finden. Auftakt war die Gedenkrede zur 30. Wiederkehr des Todestages Sigmund Freuds, in der Dr. Eissler sowohl die Traditionsgebundenheit als auch die Zukunftgerichtetheit der Psychoanalyse und überraschenderweise ihren mythischen Charakter betonte und endlich Freuds Genie huldigte: „Mag sein, daß meine Bewunderung des Genies, mein immer wieder auftretendes Erstaunen über die Größe seiner Leistung und meine Ehrfurcht vor seinem Wirken stärker betont sind, als man es im allgemeinen gegenwärtig antrifft. In der Tat glaube ich, die unvergleichliche Einzigartigkeit des Genies, seine außerordentliche Bedeutung für die Menschheit im allgemeinen werden nicht entsprechend gewürdigt” (Band VII, S. 57). „Ein zusätzliches Dokument zur Geschichte von Freuds Professur”, erschienen im gleichen Band, zeichnet, Entstellungen psychoanalysefeindlicher Historiker korrigierend, die verwickelten Ereignisse nach, die zu Freuds Ernennung zum außerordentlichen Professor führten.
Ein Jahr später stellte Dr. Eissler seine im englischen Schrifttum nachdrücklich belegte Hypothese, daß das Schöpferische beim Genie eine spezielle Form annimmt, in einem Aufsatz „Prinzipielles zur Psychoanalyse des Genies” dar; hatte er in der berühmt gewordenen, 20 Jahre