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Drei Lasten sind es, die der Menschheit wie Mühlsteine um den Hals hängen. Die eine ist Machtmißbrauch, Klassenkampf ist die zweite, und Religion ist die dritte.
Die Religion, das heißt, die Konkretion des Glaubens an eine Welt jenseits des Wahrnehmbaren in einer sozialen Institution, ist eines der verwirrendsten kulturellen Phänomene. Sie läßt sich in allen Kulturen und Zivilisationen beobachten und erscheint in einer Vielzahl von Formen, die so groß ist, daß man sie nicht leicht begreifen kann. Fast alle Religionen behaupten, neben der Welt, in welcher der Mensch lebt, gebe es eine andere, ihm unzugängliche und über seinen Horizont hinausgehende Welt. Gewöhnlich organisiert sich die Religion in Gestalt von Kirchen oder anderen Institutionen. Um in der Welt, in der er lebt, zurechtzukommen, muß der Mensch beobachten und Kenntnisse sammeln, und er muß gewisse Regeln einhalten. Doch diesen Regeln und Notwendigkeiten stülpt der Mensch zusätzliche Forderungen über, die von jener anderen Welt hergeleitet sind und die ihm durch die Vertreter der Kirchen und durch komplizierte, bisweilen vor Tausenden von Jahren verfaßte Texte vermittelt werden. Wissenschaft ist die Erforschung der realen, der existierenden Welt; Religion spricht von jener transzendenten Welt. Zwischen Wissenschaft und Religion hat sich im Laufe der Zeit eine strikte Trennung entwickelt. In früheren Stadien der Entwicklung vermittelte ein und dieselbe Person Kenntnisse von beiden Welten. Hier ist der Punkt, an dem man auf ein strukturelles Element des menschlichen Geistes hinweisen kann, auf dem der uralte Kampf zwischen Wissenschaft