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Ich möchte heute über eine Gruppe berichten, die zehn Jahre lang, von 1950 bis 1960, zweimal im Monat zusammengekommen ist. Der Grund dieses Berichtes ist, daß in einer Zeit, in der die New Yorker Psychoanalytische Vereinigung vehement gegen die Nicht-Ärzte eingestellt war, eine Gruppe von Nicht-Ärzten sich mit der Psychoanalyse auseinandersetzte. Diese Frage der sogenannten „Laien-Analyse“ gehört zu den wichtigsten Problemen der psychoanalytischen Bewegung. 1987 hat Gail Reed, eine Psychoanalytikerin aus New York, über diese Gruppe auf der ersten Historiker-Tagung der Psychoanalyse in Paris berichtet. Ich glaube, daß die „Paul Federn Study-Group“ verdient, nicht vergessen und in der Geschichte der Psychoanalyse ausdrücklich erwähnt zu werden. Schließlich bestand diese Gruppe aus ca. 25 Praktikern der Psychoanalyse, von denen einige sich einen Namen gemacht haben. Die heute noch bekanntesten sind Martin und Maria Bergmann und der Vortragende. Zu ihrer Zeit berühmt war Yonata Feldmann als psychoanalytische Sozialarbeiterin, ferner die Kinderanalytikerin Lilly Peller. Außerdem Oscar Sternbach, der als Laienanalytiker und Sozialarbeiter bekannt war, und Lia Knoepfmacher. Die anderen Mitglieder waren zum Teil Direktorinnen und Supervisorinnen, alle in höheren Positionen. Der Beitrag war 50 Dollar pro Jahr. Man traf sich sechzehn Mal, einmal zu einem Seminar über Freuds Schriften und einmal zu einem Vortrag eines bekannten Psychoanalytikers. Entstanden war die Gruppe aus einem Freud-Seminar, das Paul Federn von 1947 bis 1950 für Sozialarbeiter zweimal im Monat gehalten hat. Ich war Präsident und Martin Bergmann Vizepräsident. Zuerst trafen wir uns für einige Jahre im Hause von Lilly Peller, aus dem wir vertrieben wurden, weil Mrs. Peller zu große Angst hatte, mit der Psychoanalytischen