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Rusalka erzählt die Geschichte der Vergeblichkeit irdischer Liebe, des Scheiterns des Liebesverlangens zweier Wesen, die die Spaltung, die Polarität zwischen den Welten, denen sie entstammen, nicht zu überbrücken vermögen und damit tragisch enden. Es ist die Geschichte der Wassernixe, die von Liebe zu einem Prinzen ergriffen nach Verwirklichung der Sehnsucht ihrer Liebe drängt. Mit Hilfe einer Hexe erlangt sie Menschengestalt, aber unter der Bedingung, daß sie stumm bleibe und unabdingbar Erfüllung ihrer Liebessehnsucht zu finden habe, anderenfalls sie alles verliere. Sie trifft auf den Prinzen, der, von ihrer Erscheinung verzaubert, sie mit auf sein Schloß nimmt, um sie zu heiraten. Aber die Verzauberung stürzt den Prinzen und seinen Hof in große Beunruhigung, aus der heraus der Prinz seine Liebe verrät, um in den Armen einer seiner Welt entstammenden Fürstin Liebe zu suchen. Damit ist die Liebe der Nixe zurückgewiesen, ihr Schicksal ist besiegelt. Am Ende trifft die zum Irrlicht zurückverwandelte Nixe auf den an den Folgen seines Handelns irre gewordenen Prinzen. In einer letzten Umarmung gehen beide unter.
Die Bezeichnung ‘lyrisches Märchen’, mit der J. Kvapil das Libretto überschrieb, mag dazu verleiten, in Rusalka eine wundervolle Märchenoper zu sehen, in der Elfen, Wasserschrat und Algennixen, eine furchterregende häßliche Hexe und ein strahlender Prinz zu einer das Genre ‘Märchen’ charakterisierenden phantasievoll ausgeschmückten Erzählung