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Es ist selbstverständlich, daß sich das Mädchen auf allen Ebenen mit seiner Mutter identifiziert, um zu einem harmonischen Erwachsenen leben zu gelangen; aber die Identifikationen mit dem Vater, die für das weibliche Schicksal, für die Sexualität und die Idemitätsgefühlc des Mädchens ebenso wichtig sind, stellen uns vor die grüßten Rätsel.
Die Analyse der 34jährigen Frau K., die sich als „Anhängsel”, als „Verlängerung” ihres Vaters empfand und immer wieder darüber sprach, daß ein Leben ohne ihn sinnlos wäre, war die anregende Quelle für diese Arbeit, in der ich eine bestimmte ödipale Entwicklung bei der Frau beschreiben möchte, die fast zwangsläufig in einer neurotischen Fixierung, dem ödipalen Hafen Freuds endet (1933, 138). Sie ist durch eine unterwerfungsbereite Idealisierung des Vaters und eine weitgehende Ablehnung der Mutter charakterisiert. Da die Ablehnung der Mutter die Identifizierung mit ihr erschwert, fehlt eine wichtige Bedingung zum Verzicht auf die ödipalen Wünsche und zur Ausbildung einer sicheren weiblichen Identität. Um so bedeutsamer werden die Identifikationen mit dem Vater sowie Anerkennung und Bestätigung der Weiblichkeit durch ihn. Wenn der Vater hierzu nicht in der Lage ist, kann der Weg aus dem Ödipuskomplex