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Diese Arbeit basiert auf zwei bislang unbekannten Briefen, die mit dem Besuch des Urenkels von Ernst Brücke, Franz Brücke , bei Sigmund Freud am 27. September 1932 verbunden sind und Freuds Haltung zu dem verehrten frühen Lehrer unterstreichen. Die beiden Dokumente sind nur mehr in Fotokopien erhalten, die Prof. Dr. Thomas Brücke (Wien), der Sohn von Franz Brücke, besitzt.2 Die Originale sind weder in der Familie Brücke noch in den in Frage kommenden Institutionen aufzufinden gewesen. Für die Authentizität der Briefe spricht neben den Inhalten auch, daß Franz Brücke über den Besuch und den Brief von Freud an ihn wiederholt erzählte. Er war selbst renommierter Universitätslehrer und leitete zuletzt das Pharmakologische Institut an der Univcrstität Wien (im gleichen Gebäude, in dem Ernst Brücke gelehrt hatte). Die wahrscheinlichste Erklärung für den Verlust der Originale besteht darin, daß sie nach dem frühen Tod von Prof. Dr. Franz Brücke verlorengegangen sein dürften. Warum Kopien angefertigt worden waren bleibt unklar, drückt aber vermutlich die Wertschätzung der Briefe durch den Empfänger aus.
Ernst Brücke war einer der einflußreichsten Lehrer Sigmund Freuds. Selbst Schüler von Johannes Müller, war er seit 1849 Lehrstuhlinhaber