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Der Ausgangspunkt für alle folgenden theoretischen Betrachtungen ist ein Gedankengang Freuds in seinem posthum erschienenen Werk Abriß der Psychoanalyse (1940):
Der Gesichtspunkt, der bei allen Psychosen eine Ichspaltung postuliert, könnte nicht soviel Beachtung in Anspruch nehmen, wenn er sich nicht bei anderen Zuständen, die den Neurosen ähnlicher sind und endlich bei diesen selbst als zutreffend erwiese. Ich habe mich davon zunächst in Fällen von Fetischismus überzeugt.
Doch läßt sich diese Beobachtung weiter verallgemeinern:
Man darf nicht glauben, daß der Fetischismus einen Ausnahmsfall in Bezug auf die Ichspaltung darstellt, er ist nur ein besonders günstiges Studienobjekt dafür. Wir greifen auf die Angabe zurück, daß das kindliche Ich unter der Herrschaft der Realwelt unliebsame Triebansprüche durch die sogenannten Verdrängungen erledigt. Wir ergänzen sie jetzt durch die weitere Feststellung, daß das Ich in der gleichen Lebensperiode oft genug in die Lage kommt, sich einer peinlich empfundenen Zumutung der Außenwelt zu erwehren, was durch die Verleugnung der Wahrnehmungen geschieht, die von diesem Anspruch der Realität Kenntnis geben … Die Ablehnung wird jedesmal durch eine Anerkennung ergänzt, es stellen sich immer zwei gegensätzliche von einander unabhängige Einstellungen her, die den Tatbestand einer Ichspaltung ergeben.
Freud schließt das Kapitel mit dieser Folgerung:
Was immer das Ich in seinem Abwehrbestreben vornimmt, ob es ein Stück der wirklichen Außenwelt verleugnen oder einen Triebanspruch der Innenwelt abweisen will, niemals ist der Erfolg ein vollkommener, restloser, immer ergeben sich daraus zwei gegensätzliche Einstellungen, von denen auch die unterliegende, schwächere zu psychischen Weiterungen führt (GW XVII: 133-5).
Nun etwas ausführlicher zum Begriff der Charakterperversion, der auch mir bis vor kurzem nicht geläufig war: Er wurde von Arlow (1971, 317-36) geprägt und spezifisch für merkwürdige Verhaltensweisen u