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Wie es dazu kam und warum, weiß man nicht, und doch findet man sich eines Tages bei dem Gedanken: „Wenn ich tot wäre …”, einem Einfall, der einem völlig selbstverständlich vorkommt und den man sofort wieder vergißt. Dieser plötzlich aufgetauchte Satz unterbricht für einen Moment den ruhigen Fluß der Alltagsgedanken, um sofort wieder zu versinken und einen bestenfalls mit einem Kopfschütteln zurückzulassen: „Was für eine Idee!”
Es handelt sich hierbei um eines dieser psychischen Phänomene, die trotz ihrer Eigentümlichkeit fast der Aufmerksamkeit entgehen, weil sie flüchtig, wenig intensiv und isoliert sind und schnell in der Flut der Wahrnehmungen des Realen untergehen. Obendrein verwirft sie der Verstand in seiner Empfänglichkeit für die leisesten Einsprüche der Urteilskraft ohne jegliche Untersuchung und Debatte. Grund genug, innezuhalten und sich zu fragen, womit diese bizarre Erscheinung zusammenhängt.
Halten wir fürs erste fest, daß sich das Phänomen nach seinem ersten Auftreten zu wiederholen pflegt, und zwar in unterschiedlichen Abständen, die recht groß sein können. Der Gedanke drängt sich nun mit vermehrter Kraft auf und bleibt etwas länger im Bewußtsein. Man beginnt nachzuforschen, unter welchen Umständen er zum ersten Mal aufgetaucht ist, jedoch ohne Erfolg. Eher zufällig erinnert man sich an einen Unfall, in den man beinahe verwickelt worden wäre, an eine unglückliche Begebenheit, die man schon vergessen hatte, aber das alles ist weder klar noch überzeugend, ja, man ist kaum in der Lage, den genauen Zeitpunkt zu rekonstruieren, an dem die seltsame Idee zum ersten Mal auftrat. Es war vor einem Jahr, oder etwas mehr, oder vielleicht doch erst vor einigen Monaten. Was den begleitenden Affekt angeht, so zeichnet er sich