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Ludwig Wittgenstein (geboren am 26. April 1889 in Wien, gestorben am 29. April 1951 in Cambridge) war das jüngste von acht Kindern (drei Schwestern, vier Brüder), 15 Jahre jünger als das älteste Geschwister, die Schwester Hermine. Sein Vater, Karl Wittgenstein, war bei seiner Geburt 42 Jahre alt, seine Mutter Leopoldine („Poldy”), geb. Kalmus, 39 Jahre. Der Vater Karl hatte sich zum „führende[n] Magnaten in der Eisen- und Stahlindustrie” Österreich-Ungarns emporgearbeitet, er war einer der reichsten Männer der Monarchie und durch ihn waren die Wittgensteins vergleichbar den Krupps, Carnegies oder Rothschilds. (Monk 1992, 23) Dank des „immensen Reichtums” von Karl Wittgenstein, konnte die Familie im „Palais Wittgenstein” in der Alleegasse (heute Argentinierstraße) „im Stile der Aristokratie leben”. (Monk 1992, 24) Die Mutter Leopoldine „war selbst nach höchsten Maßstäben außergewöhnlich musikalisch” und „machte […] das Haus in der Alleegasse zu einem Zentrum der Musikkultur”. (Monk 1992, 23) Brahms, Mahler, Bruno Walter und Josef Labor waren häufig Gäste. Der Vater Karl, zusammen mit der ältesten Tochter Hermine, war Kunstmäzen und förderte z. B. Klimt, welcher 1905 Margarethe („Gretl”), die jüngste Tochter der Wittgenstein-Kinder, im ersten Ehejahr porträtierte. Diese war verheiratet mit dem Amerikaner Stonborough und wird daher in der Literatur immer als