You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Es ist Montag und C. kommt wie üblich etwas zu früh zu seiner Sitzung und geht zuerst zur Toilette. Als ich ihn im Wartezimmer abhole, blickt er kurz in meine Richtung und begrüßt mich mit der gewohnt förmlichen, aber nicht unfreundlichen Reserviertheit; bevor er sich hinlegt, wirft er wie immer einen kurzen Blick zurück hinter meine Couch, wo mein Sessel und mein Schreibtisch stehen, wie um sich zu vergewissern, daß alles noch so ist, wie er es verlassen hat, und auch, um sicherzustellen, daß nichts Unvorhersehbares oder Gefährliches ihn von hinten treffen könnte. Dieses forschende Umherschauen scheint ihm sehr wichtig zu sein, und ich weiß, wie rasch er etwas Neues oder eine Veränderung erfassen kann, auch wenn er seine Beobachtungen dann gar nicht erwähnt. Danach liegt er sehr unbewegt, zugleich starr und passiv, mit gespreizten Beinen auf der Couch und behält diese Haltung bis zum Stundenende bei. Auch nach etlichen Analysejahren und trotz der sorgfältig ritualisierten Gleichförmigkeit, mit der er seine Sitzungen beginnt, wird er bei der Begegnung mit seinem Objekt (insbesondere nach einer Trennung) von einer Angst überschwemmt, die er nicht in Worte fassen kann, sondern körperlich zum Ausdruck bringt. Seine ersten Worte