You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, welche Funktion eine koprophag-perverse Abwehrorganisation hat, die zu einer Pervertierung der emotionalen Erfahrung in der Übertragung führt. Ich möchte aufzeigen, wie diese Organisation verknüpft ist mit einer Phantasie über ein drittes Objekt, das jede sich entwickelnde gute Erfahrung zu zerstören versucht. Beginnen möchte ich mit einer Anmerkung zu Money-Kyrle (1968, 1971). Seiner Ansicht nach entstehen perverse Phänomene in zwei Schritten. Der erste Schritt hat damit zu tun, daß die Brust nicht als lebensspendendes Objekt akzeptiert wird, sondern der Anus als Ersatz an die Stelle der Brust tritt. Der pervertierte Selbstanteil, der den eigenen Kot als Nahrungsmittel anstelle der Muttermilch wählt, durchläuft eine bizarre Weiterentwicklung und bildet in einem zweiten Schritt aufgrund von »unconscious misconceptions and delusions« (1978, 417) eine erregende, sadistisch-mörderische Version des elterlichen Verkehrs. Money-Kyrle betrachtet diese Verzerrung der Urszene als Knotenpunkt perverser Organisationen.
Der Versuch, die Verzerrung durch die analytische Kur zu erschüttern, stößt auf erheblichen Widerstand beim Patienten; zum einen weil die Verzerrung sich als ein Schutzraum verstehen läßt, der paranoide und depressive Ängste fernhalten soll, die auftauchen, sobald dieser Schutzraum verlassen wird. Zum anderen