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»Die Psychoanalyse, die ihr in Rio habt, ist von einem Mann der Gestapo gegründet worden.«1 Mit dieser Bemerkung hat der damalige Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA), Robert Wallerstein, in einem Gespräch mit der Vizepräsidentin der IPA, Inaura Carneiro Leão, am Rande des 36. Internationalen IPA-Kongresses in Rom 1989, seine Gesprächspartnerin erheblich verärgert. Wenn diese davon erzählt, ist bei ihr die Empörung noch nach Jahren spürbar. Wallersteins Charakterisierung bezog sich auf Werner Kemper, der 1948 über die Vermittlung von Ernest Jones aus Berlin nach Rio de Janeiro gekommen war, um dort, gemeinsam mit einem weiteren Analytiker2, eine