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Angesichts der Flut an Veröffentlichungen über psychosomatische Erkrankungen ist es unmöglich, diese Literatur zusammenzufassen, und noch unmöglicher, alles zu lesen, was zu diesem Thema geschrieben worden ist.
Viele Autoren haben versucht, jeder psychosomatischen Erkrankung spezifische psychische Konflikte oder spezifische Charakterstrukturen zuzuordnen (Franz Alexander und F1 anders Dunbar). Andere, wie Felix Deutsch und Adolph Meyer, verweisen darauf, daß es bei allen psychosomatischen Zuständen eine starke Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche gebe. Andere Autoren wiederum unterstreichen, daß psychosomatischen Erkrankungen vielerlei Faktoren zugrunde liegen wie genetische Faktoren, frühkindliche Traumata, die Unfähigkeit, eine gegebene Situation durch Handeln oder symbolische Darstellung zu bewältigen, oder auch eine Psychose. Je nachdem, auf welchem Niveau die gedankliche Verarbeitung einer Situation möglich ist, kann sie über das autonome Nervensystem in einem unmittelbaren physiologischen Geschehen Ausdruck finden.