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Am 16. Februar 1929 wurde das Frankfurter Psychoanalytische Institut hoffnungsvoll im Rahmen einer akademischen Feier unter starker Beachtung der Öffentlichkeit als Gastinstitut am Institut für Sozialforschung eröffnet. Damals ahnte noch keiner der Beteiligten, daß es schon nach vier Jahren fruchtbarer Tätigkeit ein gewaltsames Ende finden würde. In seinen Erinnerungen schreibt Heinrich Meng, ein Psychoanalytiker, der sich besonders mit Psychohygiene und Psychosomatik befaßte und zusammen mit Karl Landauer Direktor des Instituts war:
Das Jahr 1933 brachte die Entscheidung für Deutschlands Zukunft. Der Ungeist Hitlers siegte. Die beiden Institute (für Sozialforschung und für Psychoanalyse) wurden offiziell geschlossen. Das geschah der Psychoanalyse, der Soziologie, des Marxismus, der »Verjudung«, des Antihitlerismus wegen. Die Räume mit den Bibliotheken wurden
Erweiterte Fassung eines Beitrags zum 9. Internationalen Treffen der Association Internationale d'Histoire de la Psychanalyse: Psychanalystes en exil, éléments d'une histoire, Barcelona, 24.-27. Juli 2002, der in französischer Sprache in Topique, 2002, 80, 125-134, veröffentlicht wurde.
* Hans-Joachim Rothe, Dr. med., Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und für Psychiatrie und Neurologie, niedergelassener Psychoanalytiker, Veröffentlichungen und Vorträge über Geschichte der Psychoanalyse, Fokaltherapie, Teilnahme an einem psychotherapeutischen Weiterbildungsprogramm in der Ukraine. Herausgeber der Aufsätze Karl Landauers (Landauer 1991), Mitherausgeber von Psychoanalyse in Frankfurt am Main. Zerstörte Anfänge, Wiederannäherung, Entwicklungen (Plänkers u.a. (Hg.) 1996).
Page 135demoliert, Bücher öffentlich verbrannt. Wir fünf Psychoanalytiker beschlossen, Deutschland zu verlassen. Landauer, die beiden Fromm2 und Foulkes3 taten dies sofort. Sie waren als Juden mehr als ich bedroht. […] Unser Schicksal, das Verlassen Deutschlands, teilten auch die Dozenten des Instituts für Sozialforschung. Das Institut und die Bibliot