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Das psychoanalytische Denken hat es von Anfang an damit zu tun gehabt, daß im Subjekt, das gesund werden will, zugleich eine dagegen gerichtete Kraft wirkt, die im Dienste der Aufrechterhaltung des Status quo sich dem Veränderungsund Gesundungswunsch widersetzt. Dieser Widerstand repräsentiert jenen Teil im psychischen Kräftespiel, »mit dem die Kranken an ihrer Krankheit festhalten, mit dem sie sich also auch gegen die Genesung sträuben« (Freud 1905a, 18). In dieser Perspektive ist klar, daß der auf Veränderung und potentiell auf Heilung zielende analytische Prozeß vom Ich selbst auch als etwas Bedrohliches erfahren wird, Heilung ist also auch eine Gefahr: »Die entscheidende Tatsache ist nämlich, daß die Abwehrmechanismen gegen einstige Gefahren in der Kur als Widerstände gegen die Heilung wiederkehren. Es läuft darauf hinaus, daß die Heilung selbst vom Ich wie eine neue Gefahr behandelt wird« (Freud 1937c, 84).