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Die anschließenden Überlegungen keimten und entwickelten sich im Gefolge der Editionsarbeiten am Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und seiner jüngsten Tochter Anna Freud. Diese Korrespondenz wird die erste Publikation eines vollständigen Briefwechsels von Freud mit einem seiner Kinder sein.1 Beide Schreibpartner sind durch eine Vielzahl von Veröffentlichungen kompetenter Autorinnen und Autoren weithin bekannt, so daß es sich erübrigt, hier biographische Details zu wiederholen. In vielen dieser Darstellungen wurden auch die Briefe Freuds und Annas bereits mehr oder weniger ausführlich genutzt und zitiert. Allerdings geschah dies immer nur ausschnitthaft und den Zielen, Zwecken und Fragestellungen der jeweiligen Autoren dienend. Wenn nun dieser Schriftverkehr in seiner Kontinuität gelesen wird, eröffnen sich unerwartet Sichtweisen auf Aspekte, die - wenngleich sie bisher auch nicht völlig untergingen - doch erst im Zusammenhang der Texte in ihrem Eigengewicht aufscheinen. Um den späteren Lesern in ihrer Entdeckerfreude nicht vorzugreifen, seien hier nur einige davon beleuchtet.
So tritt etwa zutage, welch hoher Stellenwert der »Natur« zukam - nicht nur im Leben Freuds allein, sondern auch für die übrigen Familienmitglieder, die