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»Der Weg der Realität«, schreibt Paul Ricœur (1969, 281) in seiner großartigen Studie über Freuds Psychoanalyse, »ist mit verlorenen Objekten gesäumt«, und umreißt mit diesem, doch eher lakonischen Satz, eine der essentiellen Figuren psychoanalytischen Denkens: den Verlust.
Im folgenden möchte ich einige Überlegungen zu den konstitutionslogischen Implikationen des Verlustes vor allem in Freuds Œuvre vorstellen und von dort aus mögliche kulturtheoretische bzw. ethische Anschlußstellen aufsuchen. Die Leitfrage meiner Unternehmung ist, wie sich das Subjekt entlang der Geschichte seiner in ihm sedimentierten Verluste konstituiert und sich als historisches Subjekt in Zeit und Raum situiert. Die Ebene, auf der ich mich hauptsächlich bewegen werde, ist eher eine subjekttheoretisch-metapsychologische denn eine entwicklungspsychologische, auch wenn das entwicklungsdynamische Moment im Hintergrund immer wieder mit anklingt, was aufgrund der engen Verwobenheit beider Abstraktionsebenen auch gar nicht anders möglich wäre. Bei meinen