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Am 12. Juli 2006 verstarb der Inhaber des Stuttgarter Verlages frommann-holzboog, Herr Günther Holzboog, im Alter von 79 Jahren. Das Jahrbuch der Psychoanalyse verdankt Günther Holzboog eine kaum zu überschätzende Förderung. Es war am Samstag, dem 1. März 1973, als Günther Holzboog mit einem fabelhaften Gespür für mögliche Veränderungen einen Besuch in Tübingen machte, um das Interesse an einem Wechsel des Jahrbuchs der Psychoanalyse vom Verlag Hans Huber, Bern, in den Verlag frommann-holzboog zu erkunden. In den folgenden acht Jahren der Reorganisation des Jahrbuchs waren es drei wertvolle Bände der Reihe problemata, mit denen Günther Holzboog als Herausgeber Empfehlungen aufnahm, psychoanalytische Werke in hervorragenden Übersetzungen aus dem Französischen - Jean Laplanches Dissertation »Hölderlin und die Suche nach dem Vater« - und dem Amerikanischen - Kurt Eisslers bedeutendes Buch »Der sterbende Patient« und die »Theorie der psychoanalytischen Technik« von Karl Menninger und Philip Holzman - in der verlagstypisch bibliophilen Gestalt zu drucken. Sie zeugen von dem langen Atem Günther Holzboogs, den Günther Bien im Vorwort der schönen Festschrift »Wissenschaftsgeschichte zum Anfassen« anläßlich des 75. Geburtstag des Verlegers und des 275-jährigen Bestehens des Verlages überzeugend hervorhob.
1981 endlich ermöglichte Günther Holzboog, sein viele Jahre zurückreichendes verlegerisches Interesse vertiefend und wagemutig einem Notstand abhelfend, einen bruchlosen Übergang des Jahrbuchs der Psychoanalyse aus dem Verlag Hans Huber, Bern, in das Verlagshaus in Stuttgart-Bad Cannstatt, dessen großartiges geisteswissenschaftliches Programm die schiere Bewunderung erheischte und mit seiner Bindung an die europäische Aufklärung den seit 1972 für