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Die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Stuttgart-Tübingen veranstaltete am 24. September 2005 ein eintägiges Symposium zum Thema »Zwang: Beiträge aus drei Psychoanalysen«. Da im Gegensatz zu den Anfängen der Psychoanalyse gegenwärtig die psychoanalytische Behandlung als eine Therapiemöglichkeit für die Zwangsstörung - unseres Erachtens zu Unrecht - »herauszufallen« droht, nahmen wir das Symposium zum Anlaß, das vorliegende Schwerpunktheft zur »Psychoanalyse von Zwangskranken« zu konzipieren. Wir danken den Beiträgern Cyril Couve - der für eine ausführlichere Fassung seiner Arbeit 2001 den Herbert-Rosenfeld-Preis für herausragende Essays erhielt -, Hermann Erb und Claudia Frank, daß sie uns ihre Beiträge in z. T. überarbeiteter Form zur Veröffentlichung zur Verfügung stellten. Untersucht und diskutiert werden darin beispielsweise die Verbindungen zwischen Zwang und psychotischen Mechanismen. Deutlich wird das irritierende Phänomen, daß Zwangspatienten auf eine Weise hochstrukturiert zu denken scheinen, die bei genauerer Untersuchung jedoch eher eine Abschirmung von emotionaler Erfahrung und erlebter Erkenntnis darstellt, also eher einer Negativ-Form des Denkens entspricht. Wir freuen uns, daß wir zudem den deutschen Originalbeitrag von Hans Asseyer abdrucken können, der in veränderter Form auf Englisch 2002 im International Journal of Psychoanalysis erschienen ist. Für die Überlassung der Arbeit ihres verstorbenen Mannes danken wir seiner Frau Flora Asseyer.
Darüber hinaus liefert Vic Sedlak einen klinischen Beitrag zu der immer wieder hochbrisanten Frage der Selbstdestruktivität. Im Rahmen der angewandten Psychoanalyse untersucht Léon Wurmser in seiner Arbeit, für die er mit dem JAPA-Preis 2005 ausgezeichnet wurde, die Phänomene Terrorismus und Fundamentalismus sowie die Zusammenhänge zwischen Antiamerikanismus und