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Der Begriff »Gegenübertragung« kann ganz verschieden verwendet werden. Freud (1910d) war der Ansicht, daß der Analytiker einen objektiven Blick auf den Patienten haben sollte und daß die Gefühle, die in ihm hervorgerufen werden, von der Gegenübertragung stammen; das heißt, von der Übertragung von Gefühlen gegenüber Objekten der Vergangenheit. Heutzutage ist es, denke ich, allgemein anerkannt, daß der Analytiker in der Tat Gefühle gegenüber dem Patienten hat und daß diese Gefühle oft wertvolle Hinweise darauf geben können, in welcher Beziehung der Patient zu ihm steht. Das schließt die Form von Gegenübertragung, die Freud beschreibt, natürlich nicht aus; nämlich eine Störung im psychoanalytischen Prozeß durch die eigenen unerkannten Probleme des Analytikers.
Die meisten Analytiker verwenden den Ausdruck »Gegenübertragung« recht allgemein, um alle Gefühle oder Phantasien abzudecken, die im Analytiker in bezug zum Patienten hervorgerufen werden, woher auch immer sie stammen.