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Trauerarbeit nennt Freud das psychoökonomische Prinzip der selbsttätigen, spontanen Milderung des Schmerzes, das nicht nur die Realitätsprüfung gegenüber dem verlorenen Objekt durchsetzt, sondern auch eine Befreiung zu Neuem zustande bringt. Der Begriff wird einerseits nicht selten inflationär mißbraucht und verschwindet andererseits hinter dem des häufig reflektierten Neuanfangs. Er impliziert einen Doppelaspekt, der im Werk Freuds eine lange Vorgeschichte hat. Der Beginn der Psychoanalyse zeigt den intimen Zusammenhang zwischen Trauer und Kreativität, als würde die düstere Konnotation des Begriffs durch einen befreienden Aspekt ergänzt: ich meine die Entstehung der Traumdeutung und den Beginn der Selbstanalyse Freuds als Reaktion auf den Tod Jakob Freuds