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Der amerikanische Psychoanalytiker Bertram D. Lewin war ein führendes Mitglied der New York Psychoanalytic Society. Diese Arbeit gibt einen zusammenfassenden Überblick über sein Werk sowie über seine Rolle und seinen Einfluß in der psychoanalytischen Ausbildung. Ein zentrales Thema ist dabei der Einfluß, den Karl Abraham auf ihn ausgeübt hat. Abrahams Beschreibung der oralen Phase in der libidinösen Entwicklung bildete die theoretische Basis für Lewins höchst eigenständige Arbeiten über die Manie, den Traum und den Schlaf. In den 1960er Jahren gab Lewin eine preisgünstige Taschenbuchausgabe von sechs Arbeiten Abrahams heraus, um sie amerikanischen Psychoanalytikern besser zugänglich zu machen. In seiner Einleitung stellte er fest, daß Abraham trotz der ungebrochenen Bedeutung seiner Beiträge weniger bekannt sei als viele andere, die von der klassischen Psychoanalyse abgewichen waren. Als möglichen Grund dafür vermutete er (1966, 7), daß »Abweichung« oft mit Originalität verwechselt wird, während überzeugte Anhänger Abrahams »gedankenlos