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Es kommt nicht allzu häufig vor, daß psychoanalytische Überlegungen mit der Fallvignette eines Einbrechers oder am Beispiel eines Bankräubers illustriert werden. In den Arbeiten von Mervin Glasser ist das ganz selbstverständlich der Fall. Mehr als 20 Jahre, den Großteil seines analytischen Schaffens, widmete er der traditionsreichen Portman Clinic in London, an der ausschließlich Patienten mit delinquenten und perversen Störungsbildern analytisch behandelt werden. Seine Forschung war untrennbar mit diesem klinischen Erfahrungshintergrund verknüpft, wies jedoch auch darüber hinaus.
Mervin Glasser1 wurde als Sohn jüdisch-litauischer Emigranten im südafrikanischen Johannesburg geboren. Er studierte zunächst Psychologie und ging nach England, um sich in der Psychoanalyse ausbilden zu lassen, wofür zunächst ein Medizinstudium zu absolvieren war. Im erwarb er die außerordentliche Mitgliedschaft in der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft und zum Lehranalytiker ernannt. Nach seiner Ausbildung hatte er bei Moses Laufer am Londoner Brent Consultation Centre/Centre of the Study of Adolescence gearbeitet, einer kommunalen Behandlungsstätte für benachteiligte Jugendliche, und war dessen stellvertretender Direktor geworden (vgl. Friedman