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Wer sich mit sexuellen Abweichungen beschäftigt, sollte nicht außer acht lassen, zwischen einer wirklichen Perversion und den perversen Elementen zu unterscheiden, die im Sexualleben eines jeden Menschen eine Rolle spielen, gleichgültig ob er normal ist oder an einer anderen Störung als einer Perversion leidet. Die allermeisten Menschen können sich von Zeit zu Zeit sexuellen Phantasien hingeben, die von den kulturellen Normen abweichen, und viele setzen solche Phantasien sogar gelegentlich in die Tat um, vor allem während des Vorspiels. Wenn aber das sexuell Abweichende eine vorherrschende, dauerhaft bevorzugte Form des sexuellen Verhaltens ist, die eine allgemeine Struktur widerspiegelt, von der die gesamte Persönlichkeit des Individuums erfaßt ist, dann halte ich es für angemessen, den Begriff der Perversion als eine diagnostische Bezeichnung wie »Zwangsneurose« oder »paranoide Schizophrenie« zu verwenden, ungeachtet seines abschätzigen Untertons. In dieser Arbeit werde ich mich darauf beschränken,