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»Die Neurose ist sozusagen das Negativ der Perversion«, schreibt Freud (1905 d, 65) in den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie und ergänzt in einer Fußnote:
Die klar bewußten Phantasien der Perversen, die unter günstigen Umständen in Veranstaltungen umgesetzt werden, die in feindlichem Sinne auf andere projizierten Wahnbefürchtungen der Paranoiker und die unbewußten Phantasien der Hysteriker, die man durch die Psychoanalyse hinter ihren Symptomen aufdeckt, fallen inhaltlich bis in einzelne Details zusammen. (1905 d, 65)
Die Perversion, so könnten wir viele Überlegungen Freuds zusammenfassen, ist eine Regression auf eine frühere Fixierung der Libido, bei der ein Partialtrieb die Oberhand hat und in Ausschließlichkeit sein Recht beansprucht (Freud 1916-17, 334), zugleich, wie Glover schon 1938 feststellte, Partialobjekte idealisiert werden (Glover 1938). Durch Fehlentwicklungen der Idealinstanzen versagt die Abweisung der Phantasien und die Perversionen werden »positiv«, objektal inszeniert. Diese Vorgaben bestimmten die weiteren psychoanalytischen Konzeptualisierungen der Perversion als Realisierung (partial-)objektaler Phantasien bis zum heutigen Tage. Die objektale Sichtweise kommt z. B. deutlich zum