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In seiner 74. Stunde schlief Herr Müller zum ersten Mal ein. Nach einigen Minuten wachte er mit dem folgenden Traum wieder auf:
Ein Zimmer. In der Mitte ein offener Kamin. Bei näherem Hinsehen: ein Glaskasten. Unter dem Glas: ein Ameisenhaufen. Der entpuppt sich dann bei näherem Hinsehen als Kaffeepulverhaufen. Ich stochere in dem Kaffeepulver herum. Die Ameisen bringen ihre Puppen … äh … ich wollte erst sagen: Leichen - in Sicherheit … tiefer in den Haufen hinein.
Er war zu meiner Überraschung über das Einschlafen irgendwie erfreut und keineswegs so betreten, wie es seiner Art doch viel eher entsprochen hätte. Vielleicht, weil er sofort, im Aufwachen, noch ehe er seine gewohnte beflissene Entschuldigungshaltung einnehmen konnte, eine echte Verbindung zwischen dem Traum und sich selbst in der analytischen Situation sah: »Indem ich einschlafe gehe ich ein Stockwerk tiefer und bringe mich in Sicherheit.« Ich war nicht so sehr von diesem Selbstkommentar beeindruckt als vielmehr von der gesamten Szene: was dem Einschlafen vorangegangen war, dem Einschlafen selbst, dem direkten Übergang des Erwachens in die Erzählung. So etwas hatte ich noch nicht erlebt.