You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Am 18. Mai 2009 ist Paul Parin im Alter von 92 Jahren in Zürich gestorben. Es war eine glückliche Entscheidung des damaligen Herausgebers, Gerhart Scheunert, Paul Parin 1964 um seine Mitwirkung bei der Gestaltung des Jahrbuchs der Psychoanalyse zu bitten. Im Jubiläumsband des Jahrbuchs hat Paul Parin 2005 seiner Skepsis, dem Beirat angehören zu sollen, rückblickend noch einmal Ausdruck verliehen. Zugleich hat er aber in diesem Zusammenhang mit der für ihn charakteristischen nüchternen Präzision auf den maßgeblichen Anteil hingewiesen, den projektive Identifizierungen bei der kollektiven Erinnerung an historische Ereignisse an der Verfälschung dieser Ereignisse haben, und den gegenwärtigen Herausgebern eine Anregung gegeben, nämlich sich der Aufklärung, die wir dem Wissen um den Abwehrmechanismus der projektiven Identifizierung verdanken, eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. »Commonly shared phantasies« prägen in dieser Sicht oft über mehrere Generationen die geschichtliche oder kulturelle Wirklichkeit. Paul Parin hat dem eher konservativen Jahrbuch zwei wertvolle klinische Beiträge anvertraut und für seine bahnbrechenden Studien und Forschungen jenseits der Couch, die ihn berühmt gemacht haben, andere Publikationsmöglichkeiten bevorzugt. Der erste 1960 erschienene Band des Jahrbuchs enthält die immer noch sehr lesenswerte Arbeit »Die Gegenübertragung bei verschiedenen Abwehrformen«. Parin reflektiert mit schöner Klarheit