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Es ist keineswegs selbstverständlich, daß ein psychoanalytisches Jahrbuch oder eine psychoanalytische Zeitschrift 50 Jahre Bestand hat. In Deutschland mußte das erste Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen nach seiner Umbenennung in Jahrbuch der Psychoanalyse nach sechs Bänden sein Erscheinen kriegsbedingt einstellen. Das Zentralblatt für Psychoanalyse wurde bald vom Herausgeber Wilhelm Stekel usurpiert und nach vier Jahrgängen aufgegeben. Die Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse änderte in den 26 Jahren ihres Bestehens zweimal ihren Namen: zunächst legte sie das Epitheton «ärztlich» ab und mußte sich für die drei letzten Jahrgänge im Londoner Exil mit der Imago vereinen, bevor sie isoliert vom Wiener Mutterboden und abgeschnitten von der Psychoanalyse des «deutschen Sprachkreises» (A. Freud) ihre Existenzberechtigung verlor. Anläßlich des fünfzigsten Geburtstages des International Journal of Psycho-Analysis hat Helmut Thomä bereits auf die traurige Tatsache hingewiesen, daß dessen fünf deutschsprachige «Geschwister» verfolgungsbedingt ihr Erscheinen einstellen mußten; neben den obengenannten Zeitschriften nennt er noch Die Psychoanalytische Bewegung, den Almanach der Psychoanalyse und die Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik.1 Einzig die Psyche, die als Zeitschrift für Tiefenpsychologie und Menschenkunde in einer synoptischen Tradition gegründet worden war und sich erst allmählich zu der heute fest etablierten Monatszeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen entwickelt hat, verfügt in Deutschland heute über eine längere Tradition als unser Jahrbuch. Die Zeitschrift für psychoanalytische Theorie und Praxis und das